Starke Triebwerke ist Lufthansa-Techniker Werner Hirsch von seinem Arbeitgeber gewohnt, schließlich kommen bei einem Jumbo schnell mal 100.000 Pferdestärken und mehr zusammen. Überdurchschnittlich gut motorisiert ist deshalb auch sein Ford Probe, dem der Dotz Teamrider stolze 230 PS zugewiesen hat. Das sind beeindruckende 60 Hengste mehr als der Hersteller seinem Sportcoupé in der Topversion ursprünglich zubilligte. Da es sich beim serienmäßigen Spitzenaggregat um einen 2,5 Liter großen V6-Saugmotor handelte, war es mit einem Chiptuning nicht getan. Stattdessen züchtete Werner seine Rösser in mühevoller Kleinarbeit, unter anderem installierte er einen speziellen Kraftstoffdruckregler, einen Rennkat, einen Fächerkrümmer aus den USA sowie eine Hochleistungszündanlage und vergrößerte Ein- und Auslässe.
Selbstverständlich musste der Über-Probe auch noch einen standesgemäßen Kriegsschmuck erhalten. Dieser besteht aus einem aggressiven Bodykit inklusive Lufthutze vom Ford Mustang. Zudem trägt das Fahrzeug ein sattes Violett und ausgewählte Partien im Perlmutt-Sonderlack zur Schau. Martialische Anleihen aus dem asiatischen Kulturraum nehmen dagegen seine Dotz Hanzo-Felgen der Maße 8,5x19 Zoll mit 225/35er Reifen. In der farblich abgesetzten White Edition kommen die Leichtmetallräder mit den „Klingen-Speichen“ besonders gut zur Geltung. Außerdem sind sie größentechnisch ein Quantensprung zur maximal 16-zölligen Serienbereifung.
Besondere Weihen erfuhr die kompromisslose Karosse mit den auffälligen Rennstreifen 2009, als sie zum offiziellen Repräsentations-Fahrzeug zum Deutschlandstart von „Fast & Furious 4“ gewählt wurde. Als Beweis deutet Werner Hirsch auf das originale Autogramm von Vin Diesel am Tankdeckel. Oder er führt den Film auf seinem bordinternen Multimedia-System vor, wobei der Soundtrack mit bis zu 140 dB kratzfrei aus der Heckanlage wummert. In den König-Sportsitzen ruht es sich dabei besser als in jedem Kinosessel. Alternativ lässt sich natürlich auch auf der installierten Playstation zocken. Gegen das echte Fahrerlebnis mit dem einst aus den Staaten importierten Probe verblasst jedoch selbst das beste Rennspiel. Zumal die Multi-Color-Plasma-Anzeigen an der A-Säule jeden Atemzug des Motors kunstvoll inszenieren. Ein wenig fühlt man sich dabei wegen der vielen Instrumente sogar wie im Flugzeug. Ready for take-off? Noch mehr Infos und ein spannendes Video unter folgender Internetadresse: